AquaNANO

Nanosondenbasiertes Analysesystem zur schnellen Vor-Ort-Identifizierung von Trinkwasserkontaminationen

AquaNANO Nanosondenbasiertes Analysesystem zur schnellen Vor-Ort-Identifizierung von Trinkwasserkontaminationen

Die DITABIS AG führt zusammen mit den Projektpartnern Fraunhofer IME und dem Forschungszentrum Jülich sowie der StädteRegion Aachen, dem Gesundheitsamt Institut für Wasser- und Abwasserananalytik – IWA GmbH, den Aachen Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) sowie dem Technischen Hilfswerk (THW), Bonn ein Förderprojekt durch. Die Gesamtzuwendung beträgt 1,3 Mio. EURO. Die Laufzeit geht von August 2015 bis Juli 2018.


AquaNANO Förderprojekt
Motivation

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und wird entsprechend streng und häufig kontrolliert. Trotzdem kommt es immer wieder zu Situationen, in denen eine Kontamination mit Krankheitserregern nicht ausgeschlossen werden kann, z. B. nach Überschwemmungen oder Erdbeben. Zudem sind bioterroristische Anschlagszenarien nicht auszuschließen, da Versorgungseinrichtungen aufgrund flächendeckender Infrastruktur und zentraler Einspeisungsorte ein potenzielles Anschlagsziel darstellen. Etablierte Analysen sind laborbasiert, aufwendig und zeitintensiv. Derzeit fehlt es an zuverlässigen und sensitiven Schnelltestverfahren, die vor Ort einsetzbar sind.


Ziele und Vorgehen

Ziel dieses Verbundes ist es, ein neuartiges mobiles Analysensystem zu entwickeln, mit dem Verunreinigungen im Trinkwasser untersucht werden können. Mit der vorgesehenen Methodik werden Krankheitserreger und Giftstoffe an chemisch vorbehandelte magnetische Nanopartikel gebunden, die vergleichsweise leicht zu detektieren sind. Durch diese innovative Nachweismethode werden schädliche Substanzen zuverlässig identifiziert, so dass Schutz- und Gegenmaßnahmen schnell eingeleitet werden können.


Innovation und Perspektiven

Mit der neuen AquaNANO-Analysemethode wird es möglich, kontaminiertes Trinkwasser innerhalb weniger Minuten zu erkennen und die Ursache zu identifizieren. Dies entspricht nahezu einer Echtzeitüberwachung, welche für eine schnelle Reaktion auf Kontaminationen essenziell notwendig ist. Derzeit verwendete Laboruntersuchungen benötigen dazu Stunden bis Tage. Das System soll in Form eines kompakten Geräts realisiert werden, das vor Ort von Wasserversorgern oder Hilfsorganisationen eingesetzt werden kann.


Link zum Artikel des Bundespresseamtes